KIEZPERLEN: Die Musik-Highlights aus 2023 (bis jetzt)

Da wir uns bereits mit großen Schritten der zweiten Hälfte des Jahres nähern, ist es an der Zeit, einen Moment innezuhalten und einen Blick auf die bisherigen musikalischen Höhepunkte des Jahres 2023 zu werfen. Die vergangenen Monate waren geprägt von aufregenden Veröffentlichungen, die unsere Ohren erobert und unsere Herzen erfüllt haben. Es ist nun an der Zeit, die Gedanken zu sammeln und zu erkunden, welche Künstler und Alben es bisher geschafft haben, uns zu begeistern und möglicherweise am Ende des Jahres auf der begehrten Best-of-Liste zu landen. Von lauten Finnen über verträumten Art Pop bis hin zu bahnbrechenden musikalischen Experimenten – das Jahr 2023 hat bereits eine Vielzahl von Talenten hervorgebracht, die mit ihrer Kreativität und Leidenschaft für Musik inspirieren. 

Guldimund – Jeg venter i lyset

Ein besonderes Juwel unter den Veröffentlichungen des Jahres 2023 ist zweifellos das zweite Studioalbum von Guldimund mit dem Titel „Jeg venter i lyset“. Der dänische Musiker hat mit seinem magischen Folk-Rock-Sound eine beeindruckende Klanglandschaft geschaffen, die zum Träumen einlädt und sich perfekt für einen ruhigen Sommerabend zum Abschalten eignet. Schon die vorabveröffentlichte Single „Det‘ kun vigtigt, hvad det er“ hat gezeigt, welch fesselnde Klänge und warme Atmosphäre auf diesem Album zu erwarten sind. Guldimunds musikalische Leidenschaft und sein Talent, eingängige Melodien mit tiefgreifenden Texten zu verbinden, machen „Jeg venter i lyset“ zu einem wahren Highlight, das die Zuhörer in eine Welt voller Emotionen und Schönheit entführt. Zu dem Album und dem Künstler gibt es hier einen eigenen Artikel.

Tei Shi – Bad Premonition

In diesem Jahr trat die talentierte Sängerin und Produzentin aus Argentinien Tei Shi mit ihrer EP „Bad Premonition“ in Erscheinung und hinterließ einen starken Eindruck. Mit ehrlichen Texten, die sowohl auf Spanisch als auch auf Englisch verfasst sind, verschmilzt sie gekonnt mit radiotauglichen R&B-Beats auf den sechs Tracks der EP.  Sowohl der Song „Grip“ als auch der Titeltrack „Bad Premonition“ sind wahre Höhepunkte und unterstreichen Tei Shis Talent und künstlerische Vielseitigkeit. Dennoch bleibt der Wunsch nach mehr, da das gesamte Projekt einen Vorgeschmack auf ihr Potenzial gibt und das Verlangen nach einem vollständigen Album weckt. Fans können hoffen, dass die Künstlerin dieses Jahr ihr drittes Studioalbum veröffentlicht.

Lana Del Rey – Did You Know That There’s a Tunnel Under Ocean Blvd

Auch mit ihrem mittlerweile neunten Studioalbum beweist Lana Del Rey erneut ihr beeindruckendes Können. Gemeinsam mit dem renommierten Produzenten Jack Antonoff hat sie an dem Projekt „Did You Know That There’s a Tunnel Under Ocean Blvd“ gearbeitet und dabei auch eine Reihe talentierter Künstlerinnen und Künstler an Bord geholt. Die Zusammenarbeit mit Größen wie Jon Batiste, Father John Misty und Tommy Genesis (in einer überarbeiteten Version ihres Songs „Angelina“) verleiht dem Album eine abwechslungsreiche Dimension. Songs wie „Texas, Paris“ und die Singleauskopplung „Candy Necklace“ zeigen weiterhin Lanas Talent für atmosphärische und verträumte Kompositionen, während sie mit Tracks wie „A&W“ oder „Taco Truck x VB“ ihr Gespür für experimentelle Klänge unter Beweis stellt. Eine angenehme Überraschung war zudem die unerwartete Veröffentlichung von „Say Yes to Heaven„, das zu Recht zu den bisherigen Höhepunkten des Jahres zählt und der Künstlerin einen erfolgreichen Hit zu bescheren scheint. 

B.I – TO DIE FOR

Mit „TO DIE FOR“ hat der talentierte koreanische Rapper B.I, ehemaliges Mitglied der erfolgreichen K-Pop-Boygroup iKon, endlich sein lang ersehntes zweites Album veröffentlicht. Bereits im Jahr 2021 gab er mit der EP „Cosmos“ einen vielversprechenden Vorgeschmack und präsentierte erste Einblicke in sein kommendes Werk. Die selbstgeschriebenen Tracks auf „TO DIE FOR“ drehen sich um Themen wie Liebe und Jugend und liefern eine eindrucksvolle musikalische Darbietung. B.I hat sich für dieses Album namhafte Größen der südkoreanischen Musikszene ins Boot geholt, darunter die Rapperin Jessi, das aufstrebende R&B-Sternchen Big Naughty und die Punktruppe Crying Nut. Die Mischung aus koreanischem Pop und Hip-Hop, die er auch selbst produziert hat, begeistert nicht nur K-Pop-Fans, sondern spricht auch ein breiteres Publikum an. 

Caroline Polachek – Desire, I Want to Turn Into You

Caroline Polachek, ehemaliges Mitglied des Pop-Duos Chairlift, setzt auf ihrem zweiten Soloalbum nahtlos an den Erfolg ihres von Kritikern gefeierten Debüts „Pang“ an. Die erste Singleauskopplung „Bunny Is A Rider“, die bereits 2021 veröffentlicht wurde, erwies sich als ein Highlight und ließ die Fans sehnsüchtig auf das dazugehörige Album warten. Mit „Desire, I Want to Turn Into You“ erschafft Polachek eine ätherische und poetische Welt, in der sie geschickt verschiedene Genres kombiniert, ohne ihren einzigartigen Sound zu verlieren. Auf „Pretty in Possible“ unterstützen Trip-Hop-Klänge ihre himmlische Stimme, während sie auf dem Art-Pop-Song „I Believe“ die Freundschaft mit der verstorbenen SOPHIE besingt. Beachtenswert ist auch der Remix von „Welcome to My Island“ von Charli XCX und dem Schlagzeuger von The 1975, George Daniel. Die Hyperpop-Version dieses Songs sollte in diesem Jahr in keiner Playlist fehlen und gehört bereits zu den besten Songs des Jahres. 

2hollis – 2

Der Künstler aus Los Angeles, 2hollis, lässt mit seinem zweiten Projekt „2“ keine Zweifel daran, dass er sich kontinuierlich weiterentwickelt. Mit einer Vorliebe für das Experimentieren mit verschiedenen Genres und Klängen scheut er sich nicht davor, neue musikalische Wege zu erkunden und Grenzen zu überschreiten. Bereits zu Beginn seiner Karriere verband er elektronische Musik mit mittelalterlichen Klängen, und auch auf „2“ erzeugt der Künstler und Produzent eine faszinierende Fusion aus Electropop mit energetischem Witch House oder Emo Rap. Diese wilde Mischung bietet vermutlich für jeden Liebhaber von lauter und energetischer Musik etwas, das ihr/sein Herz höherschlagen lässt. Insbesondere der Song „GOD“ zählt zu den Höhepunkten dieses Albums und fesselt mit seiner intensiven und mitreißenden Aura. 

Jonathan Bree – Pre-Code Hollywood

Jonathan Bree bleibt seinem Stil treu und präsentiert auf seinem neuesten Album „Pre-Code Hollywood“ erneut einen berauschenden Mix aus romantischem und sexuell angehauchtem Retro-Synthpop. Der Künstler hat sich für dieses Projekt die Unterstützung eines seiner Lieblingskünstler, Nile Rodgers, geholt, der dem Album eine zusätzliche Note verleiht. Auch Princess Chelsea, eine häufige Gesangspartnerin von Bree und ebenfalls aus Neuseeland stammend, ist auf der Platte vertreten. Tracks wie „Miss You“ und „You Are the Man“ ziehen die Hörer mit ihrem fesselnden Stimmungsbild in den Bann. Bereits in einem ausführlicheren Beitrag wurde Jonathan Bree und sein neues Werk vorgestellt, und auch „Pre-Code Hollywood“ erweist sich als ein weiteres Meisterstück in seiner beeindruckenden Diskografie. 

Käärijä – Cha Cha Cha Mixtape

Die Liste der Musik-Highlights wäre nicht vollständig, ohne den diesjährigen Zweitplatzierten des Eurovision Song Contests zu erwähnen. Der finnische Sänger und Rapper Käärijä hat mit seinem mitreißenden Futurepop-Hit „Cha Cha Cha“ nicht nur beim Wettbewerb, sondern auch bei den Fans große Begeisterung ausgelöst. Passend zu diesem Erfolg hat er im Mai ein Mixtape veröffentlicht, das neben dem Partykracher und ESC-Highlight auch weitere zuvor veröffentlichte Singles sowie zwei brandneue Bonustracks enthält. Diese Zusammenstellung bietet einen vielfältigen Einblick in das musikalische Schaffen von Käärijä und lässt die Vorfreude auf ein mögliches kommendes Album steigen. Derzeit ist der Künstler jedoch damit beschäftigt, Konzerte in seiner Heimat zu geben und seinen Erfolg beim ESC gebührend zu feiern. Hier gibt es einen Beitrag zu Käärijä.


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