Neue Musik: Veröffentlichungen vom 12. Januar 2024

Neue Musik von Jennifer Lopez, Ariana Grande, Kali Uchis, Medina und vielen mehr.

Die Zeit der musikalischen Einöde, geprägt durch Weihnachtshits wie „All I Want For Christmas Is You“ und „Last Christmas“, ist vorbei. Auch wenn es draußen kälter (und glätter) wird, erwachen Künstler*innen aus ihrem Winterschlaf und bringen frische Musik auf den Markt. Diesen Freitag tauchen wir in die Welt der neuen Songs und Alben ein, die frisch auf dem Musikmarkt gelandet sind. Fans von Ariana Grande, Jennifer Lopez, Kali Uchis oder Lil Nas X können sich auf (mehr oder weniger) aufregende neue Tracks freuen!

Ariana Grande: Umstrittenes Comeback mit „yes, and?“

Sie ist zurück! Ariana Grande meldet sich nach einer kreativen Auszeit mit einem Stilwechsel zurück. Ihr neuster Song „yes, and?“ aus dem kommenden Album „Eternal Sunshine“ lässt die R&B-Welt hinter sich und wendet sich euphorischen Dance-Pop zu.

Der Song startet mit einem kraftvollen Intro – eine Seltenheit in der Ära der 2-Minuten-TikTok-Hits. „yes, and?“ entwickelt sich zu einem House-Track und reiht sich damit in das Genre-Revival ein, das wir Beyoncé zu verdanken haben. Obwohl der Song mit 90er-Jahre Vibes und einer Hommage an Madonnas „Vogue“ beeindruckt, verliert er sich in seiner eigenen Produktion. Der starke Auftakt flacht ab, besonders der schwache Refrain bleibt hinter den Erwartungen zurück. Textlich geht es um Grandes Gleichgültigkeit gegenüber öffentlichen Meinungen, vor allem in Bezug auf ihre Beziehung mit Ethan Slater. Besonders die Zeile „Why do you care so much whose **** I ride?“ wirft Fragen auf, da die Beziehung der beiden angeblich als Affäre begann, während Ethan noch mit seiner Frau zusammen war.

Kurzum: „yes, and?“ ist die bislang schwächste Leadsingle der Künstlerin.

Fazit: 40/100

Jennifer Lopez: Rückkehr zur Musik

Auch J.Lo kehrt zurück! Die mittlerweile mehr als Schauspielerin bekannte Künstlerin wagt sich wieder ins Musikstudio. 2024 veröffentlicht sie endlich ihr neuntes Studioalbum „This Is Me… Now“, eine Anspielung auf ihr drittes Album „This Is Me… Then“. Nach der Ankündigung 2022 herrschte Stille, was zu Spekulationen über eine mögliche Absage der Platte führte.

Zur großen Freude ihrer Fans erschien gestern die Single „Can’t Get Enough“. Der Pop-Song mit R&B-Einflüssen erinnert an Lopez’ musikalische Anfänge und versprüht sofort gute Laune. Inhaltlich dreht sich alles um Liebe – und natürlich um Ben Affleck. Trotz der guten Musik, schaffte es der Song allerdings nur auf 63 Tausend Streams weltweit auf Spotify. Ein überraschend schwacher Start.

Fazit: 70/100

Dillistone & Medina: Elektropop aus Dänemark

Die dänische Pop-Königin Medina, die zuletzt mit ihrer Single „Danser For Mig Selv“ begeistertere, kooperiert für ihren neuesten Song mit dem dänischen Elektropop-Sänger und Produzenten Dillistone. In Deutschland machte Dillistone bereits mit dem Indie-Elektro-Singer-Songwriter PaulWetz gemeinsame Sache.

Ihr gemeinsamer Track „Weightless“ erinnert stark an Medinas letzte Kollaboration „Love Isn’t Easy“ mit der Indie-Truppe Kind mod Kind. „Weightless“ ist ein tanzbarer Elektropop-Song, der sicher bald die dänischen Clubs erobern wird.

Fazit: 70/100

METTE & Sam Gellaitry: Endlich offiziell veröffentlicht – „Darling Drive“

Das lange Warten hat ein Ende. „Darling Drive“, der gemeinsame Song des DJs und Produzenten Sam Gellaitry mit Newcomerin METTE, begeisterte bereits 2022 die Fans beider Künstler. Trotz des Erfolgs wurde der Song weder auf Gellaitrys Projekten noch auf METTEs Debüt-EP veröffentlicht, sodass Fans sich mit einer inoffiziellen Version begnügen mussten.

Jetzt, zwei Jahre nach dem Leak, ist der Song endlich auf Streamingplattformen verfügbar. Der funky Dance-Pop-Track ist nicht nur ein Hit für die Tanzfläche, sondern bestimmt auch perfekt für energiereiches Putzen oder nächtliche Autofahrten.

Fazit: 75/100

Muylike: Indie-Rock Vibes mit „Get Out“

Nach seinem letzten, erfrischenden Song „Nosebleed“ kehrt Muylike mit dem mitreißenden Indie-Track „Get Out“ zurück. Der Song behandelt die Tücken des starken Wollens und zeigt Muylikes Talent für eine etwas rockigere Musikrichtung.

Auf Instagram hat der Sänger aus Utrecht den Song bereits voller Vorfreude angekündigt. „Get Out“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Indie-Künstler Calundé. Muylike wollte den Sound einer energiegeladenen Live-Performance einfangen, was ihm eindrucksvoll gelungen ist.

Fazit: 80/100

Here At Last: Boyband-Tribut an Taylor Swift mit „Dear Taylor“

Fünf junge Männer aus Reading, UK, die sich online kennengelernt und beschlossen haben, eine Boyband zu gründen – eine moderne Musikgeschichte. Boybands sind ein fester Bestandteil der Musikszene, und auch wenn viele neue Gruppen im K-Pop-Genre anzutreffen sind, gibt es weltweit immer noch aktive Boygroups.

Here At Last entschied sich, eine Hymne an Taylor Swift zu schreiben und veröffentlichte „Dear Taylor“. Ob aus echter Bewunderung oder als Versuch, Aufmerksamkeit zu erlangen, bleibt offen. Textlich und produktionstechnisch ist der Song mehr als schwach, um es vorsichtig auszudrücken.

Fazit: 20/100

Kerli: Fragwürdige musikalische Entscheidungen

Kerli, die estnische Sängerin, die 2008 mit ihrem einzigartigen, düsteren Art Pop debütierte, scheint sich in einem Strudel aus Stil und Substanz zu verlieren. Die optischen Darstellungen ihrer Songs sind oft faszinierend, futuristisch oder avantgardistisch, aber diese Kreativität spiegelt sich leider nicht in ihrer Musik wider.

Ihre neueste Single „Alchemise“ ist ein Alt-Pop-Song, der viel versucht, aber wenig erreicht. Die düsteren Elektroklänge und ihre flüsternde Stimme, die in einem durchschnittlichen Refrain enden, laden leider nicht zum wiederholten Hören ein.

Fazit: 30/100

Baby Lasagna: ESC-Vorentscheid für Kroatien

Der ESC 2024 rückt näher, und die nationalen Vorentscheide laufen auf Hochtouren. Kroatien präsentiert beim Vorentscheid Dora 2024 nicht nur die ESC-Veteranen Let 3, sondern auch den Newcomer Baby Lasagna, bürgerlich Marko Purišić. Sein Song „Rim Tim Tagi Dim“, der sich mit Angststörungen und der Abwanderung junger Menschen aus Kroatien beschäftigt, hat bereits für Aufsehen gesorgt.

Der Song (der nach dem „Cha Cha Cha“-Prinzip kreiert wurde) ist eindeutig, auch wenn er den aktuellen Hype nicht ganz verdient. Es ist aber auch schwierig in Käärijäs Fußstapfen zu treten. Dennoch ist es erfreulich, einen so sympathischen Künstler zu erleben.

Fazit: 60/100

Lil Nas X: Provokation pur mit „J Christ“

Erinnert sich noch jemand an „Sally Walker“ von Iggy Azalea? Hier ein kleiner Hinweis, wie der Song klingt. Lil Nas X, der sich von einem vielversprechenden Künstler zu einem wandelnden Gimmick entwickelt hat, veröffentlicht seine neueste Single „J Christ“. Er setzt auf Blasphemie als Schockelement, eine Taktik, die von anderen Künstler*innen wie Madonna oder Lady Gaga bereits perfektioniert wurde.

Lil Nas X liebt es, zu provozieren: Ob als nackter, tanzender Teufel, am Kreuz oder wenn er sich auf der Bühne mit Sexspielzeugen bewerfen lässt – gerade nachdem mehrere Künstlerinnen durch auf die Bühne geworfene Gegenstände verletzt wurden, wirkt das eher müde als schockierend.

Fazit: 20/100

Kali Uchis: Neues Album und Babyglück

Nicht einmal ein Jahr nach ihrem atmosphärischen Album „Red Moon in Venus“ überrascht uns Kali Uchis schon mit ihrem nächsten Werk: „Orquídeas“. Dieses Mal geht es deutlich rhythmischer zu, und Uchis entführt uns in die Welt des Dance-Pop und Reggaetón.

Besonders hervorzuheben sind die Tracks „Igual que un ángel“ mit Peso Pluma und „Pensamiento intrusivo“, die sich perfekt für jede Latin-Tanzparty eignen. Auch „Muñekita“, ein dynamischer Neoperreo-Song, verdient Erwähnung. Interessant ist die neue Version von „No Hay Ley“ (ursprünglich 2022 veröffentlicht), neu aufgenommen mit Rauw Alejandro – eine Bereicherung für das Album, das ursprünglich als Standalone-Single erschien.

Neben ihrem musikalischen Erfolg gibt es auch privat Grund zur Freude: Kali Uchis ist schwanger und erwartet ihr erstes Kind mit Freund Don Toliver. Herzlichen Glückwunsch!

Fazit: 80/100


Alle neuen Songs an einem Ort – die KIEZPERLEN-Playlist:

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