Review: Dua Lipa – Radical Optimism

Foto: Tyrone Lebon

Im Spätsommer 2023 kündigte Dua Lipa große Neuerungen für ihr kommendes Album „Radical Optimism“ an, inspiriert von psychedelischer Musik der 70er Jahre. Nun, einige Monate nach der Veröffentlichung, scheint von diesem revolutionären Sound kaum etwas übrig geblieben zu sein.

Die erste Single „Houdini„, die im November 2023 herauskam, erzeugte eher Verwirrung als Begeisterung. Obwohl Kevin Parker von Tame Impala, bekannt für seinen Neo-Psychedelia-Sound, bei der Produktion half, zeigte sich der Song als typischer Dance-Pop ohne die erwarteten psychedelischen Einflüsse.

Trotzdem bedeutet das nicht, dass Dua Lipas Musik deshalb schlecht ist. „Houdini“ mag zwar nicht sofort ein Klassiker sein, dennoch markiert der Track dank der Produktion von Parker und Elektropop-Pionier Danny L Harle einen neuen Schritt in Dua Lipas musikalischer Entwicklung. Die nachfolgenden Singles „Training Season“ und „Illusion“, ebenfalls vom Duo produziert, lehnen sich mehr an House und Europop an und entfernen sich weiter vom Psych-Pop.

Die neuen Singles sind dennoch starke Beiträge in Dua Lipas Diskographie und steigerten die Erwartungen an das Album „Radical Optimism“. Die Inspiration für das Album scheint allerdings eher aus Dua Lipas Leben als Jetset- und Travel-Influencerin zu stammen, was auch das Albumcover zeigt: Dua Lipa schwimmt im offenen Meer neben der Silhouette eines Hais.

Musikalisch bietet das Album keine bahnbrechenden Neuerungen, sondern folgt ähnlichen Stilrichtungen wie ihr vorheriges Erfolgsalbum „Future Nostalgia“, was bei manchen Titeln ein Gefühl von Déjà-vu auslöst. Das Produktionsteam hat eine raffinierte Disco-/Pop-Ästhetik geschaffen, die zwar tanzbar ist, aber auch zeigt, dass die Chance, musikalische Grenzen zu überschreiten, nicht genutzt wurde.

Neben den Singles und einigen Höhepunkten wie „French Exit“ ist das Album vorhersehbar, sorgt aber dennoch für gute Sommerstimmung, die sicherlich auf Partys oder als Hintergrundmusik Anklang finden wird. Ähnlich wie bei ihrem letzten Album verlieren die letzten Tracks an Schwung und können schnell in Vergessenheit geraten, insbesondere „Anything For Love“ und „Maria“.

Insgesamt hat Dua Lipa erneut ein solides Popalbum geliefert, das jedoch die versprochenen „radikalen“ Elemente vermissen lässt und stattdessen auf Bewährtes setzt.

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